Therapie

AKUPUNKTUR
Die Akupunktur ist eine über 2000 Jahre alte Erfahrungsmedizin. Die erste schriftliche Spur ist der „Innere Klassiker des Gelben Fürsten“ (ca. 300 v. Chr.), eine Anleitung die Weisheiten der Chinesischen Heilkunst dokumentiert. Heute bereichert die Akupunktur, über alle kulturellen Grenzen hinweg, die Behandlungsmöglichkeiten der „westlichen Medizin“. Zu zahlreichen Indikationen gibt es zudem fundierte wissenschaftliche Studien.
1979 hat die Weltgesundheitsorganisation (www.who.int) eine Indikationsliste veröffentlicht.
1996 hat die Deutsche Bundesregierung in der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) die Nadelstichakupunktur als ärztliche Leistung aufgenommen. Sie ist seitdem als ärztliches Behandlungsverfahren amtlich anerkannt.
2004 hat die Bundesärztekammer (www.bundesaerztekammer.de) die Akupunktur als ärztliche Weiterbildung mit anschließender Prüfung eingeführt.
Dr. Merettig und Dr. Stöber besitzten das B-Diplom der Forschungsgruppe Akupunktur (www.akupunktur.info) und ider Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur (www.daegfa.de). Dr. merettig ist auch in der Ärztekammer Berlin (www.aerztekammer-berlin.de) als Prüfer für Akupunktur tätig.
CHIROTHERAPIE
Damit bezeichnet man in der Orthopädie das „Einrenken” von Wirbeln oder Gelenken (natürlich sind die Gelenke — auch an der Wirbelsäule gibt es zahlreiche Gelenke — vorher nicht richtig ausgerenkt, stehen also nicht „neben sich”; auch ist dabei nicht buchstäblich ein „Nerv eingeklemmt”. Häufig sind aber die Gelenke in sich verschoben und in dieser Fehlstellung blockiert, wobei die Gelenkkapsel gedehnt wird, und das ergibt dann den oft punktförmigen und meist ausstrahlenden Schmerz, vor allem im Bereich der Wirbelsäule.) Dass Sie etwas „verrenkt” haben, merken Sie oft daran, dass der Schmerz plötzlich, aus heiterem Himmel, aufgetreten ist, zum Beispiel beim Duschen oder beim Bücken.
Aber Vorsicht: Es gibt zahlreiche Ursachen für solche akut auftretenden Schmerzen. Das genannte Symptom ist lediglich ein Hinweis! Ob und wie eine manuelle Therapie bei Ihnen eingesetzt werden kann, sollte nach einer speziellen manualtherapeutischen Untersuchung besprochen werden.


KNORPELSCHUTZ
Das Kniegelenk ist das am stärksten belastete Gelenk des gesamten menschlichen Körpers. Bei jedem Schritt, beim Laufen oder beim Treppensteigen wird das Gewicht des Körpers in vollem Umfang auf das Kniegelenk übertragen. Ober- und Unterschenkel werden durch stabile Seiten- und Kreuzbänder mit umgebendem Muskelmantel gestützt. Für die Federung sorgen der innere und äußere Meniskus, zwei halbmondförmige Faserknorpel. Die Gelenkbeweglichkeit wird durch die Knorpelüberzüge auf der Unterseite des Oberschenkels, auf der Oberseite des Unterschenkels, auf der Rückseite der Kniescheibe, sowie durch die Synovia, die visköse Gelenkflüssigkeit, gewährleistet.
Arthrose:
Die Gelenkabnutzung nimmt in der europäischen Krankheitsstatistik nach der Herzkrankheit den 2. Platz ein. In Deutschland leben schätzungsweise 10 Millionen Menschen mit einer Arthrose. Die Volkskrankheit verursacht jährlich unmittelbare Kosten von ca. 3 Milliarden Euro. Folglich werden die Fragen von Patienten an Ihre Orthopäden: „Herr Doktor, was kann ich gegen meine Arthrose tun?“ oder „Wie kann ich die Gelenkschmerzen loswerden?“ oder „Kann ich die Arthrose aufhalten oder dagegen vorbeugen?“ immer häufiger gestellt.
Therapie:
In das Kniegelenk wird eine sterile Fertigspritze (Medizinprodukt) als intraartikuläre Injektion eingebracht. Sie enthält nicht-tierisches, hochmolekulares Hyaluronsäure-Gel in besonders reiner und visköser Form von sehr hoher Qualität (Non Animal Stabilized Hyaluronic Acid). Eine NSHA-Gelperle besteht aus ca. 10 Milliarden vernetzten Hyaluronsäure-Molekülen mit einem Molekulargewicht von 1 Million Dalton.
Fazit:
Die gezielte Knorpelbehandlung führt zu einem Rückgang des Belastungs-, bzw. Ruheschmerzes, einer Verbesserung der Gelenkbeweglichkeit und somit zu einer Zunahme der körperlichen Aktivität. Die Gelenktherapie lindert die Arthrosebeschwerden im Durchschnitt für 6-12 Monate. Zusätzliche Schmerzmittel können eingespart werden.
OPERATIONEN
Eigene Operationen führen wir nicht mehr durch. Wir besitzen jedoch eine ca. 30-jährige Berufserfahrung als chirurgisch-tätige Operateure in Kliniken bzw. ambulanten OP-Zentren (siehe Lebensläufe). Es bestehen enge Kontakte zu den aktuell-besten OP-Spezialisten in Berlin und Deutschlandweit (Neurochirurgen, Schulter-, Hüft-, Kniespezialisten, Hand- und Fußchirurgen).


SCHMERZTHERAPIE
Schmerz ist eine unangenehme sensorische und gefühlsmäßige Erfahrung, die mit akuter oder potentieller Gewebeschädigung einhergeht. Das Wort „Schmerz“ kommt aus der griechischen Sprache und bedeutet „schrecklich”, „grässlich”, „quälend.”
Schmerzerfahrungen sind immer subjektiv und emotional. Man unterscheidet den akuten Schmerz, der eine biologische Warnfunktion des Körpers darstellt, sowie den chronischen Schmerz. Letzterer ist ein sinnloser Schmerz ohne Funktion. Es gilt, ihn rechtzeitig zu bekämpfen, um die Ausbildung eines sogenannten „Schmerzgedächtnisses“ zu verhindern.
Dr. med. Christian Merettig besitzt bereits seit Januar 2001 die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie” bei der Ärztekammer Berlin, Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Spezielle Schmerztherapeuten sind Ärzte, die aufgrund besonderer Kenntnisse und Erfahrungen, unter anderem Tätigkeit in einer Klinik- Schmerzambulanz, die Behandlung von akuten und chronischen Schmerzen durchführen können.
STOSSWELLENTHERAPIE
Die extrakorporale, foccusierte Stoßwellentherapie (ESWT) hat sich in den letzten Jahren zu einer neuen wegweisenden Therapieform in der Orthopädie entwickelt.
Mit Hilfe von hochenergetischen Schallwellen können Patienten geheilt werden, bei denen die konservativen Therapiemöglichkeiten ausgeschöpft sind. Meist kann dem Patienten eine Operation erspart werden. Stoßwellen sind akustische Schallwellen, die gezielt in einem Brennpunkt (Fokus) gebündelt werden und dort ihre Wirkung entfalten.
Aktuelle systematische Übersichtsarbeiten und Metanalysen konnten zeigen, dass die ESWT bei Patienten mit Kniegelenksarthrose zu einer Verbesserung von Funktion und Schmerzen führt.
Folgende Erkrankungen können mittels der ESWT erfolgreich behandelt werden:
- Kalkschulter (Tendinitis calcarea)
- Kniegelenkverschleiß (Gonarthrose)
- Tennisarm (Epicondylitis radialis)
- Golferarm (Epicondylitis ulnaris)
- Fersensporn (Plantarfasciitis)
- Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie)
- Muskelverspannungen (Tendomyopathie)


HOCHDOSIS-INDUKTIONSTHERAPIE
Bei der Hochdosis-Induktionstherapie (HDIT) handelt sich um eine neuartige Form der Gewebebehandlung und Schmerztherapie. Elektromagnetische Felder sind in der Lage, Kaskaden von Heilungsvorgängen in Nerven-, Muskel-, Bindegewebszellen (Bänder, Sehnen) und Zellen von Blutgefäßen anzuregen und so deren Regeneration zu induzieren. Durch das gezielte Einwirken von elektromagnetischen Feldern kommt es zu einer verstärkten Einsprossung von Kapillaren und damit einer Erhöhung der Wachstumsfaktorenkonzentration im Gewebe. Entzündungsprozesse werden minimiert („healing response“).
In vielen Fällen gelingt es Schmerzzustände bei Gelenkerkrankungen so weit zurück zu drängen, dass eine Operation vermieden werden kann. Es existieren zahlreiche wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit dieser Therapieform nachgewiesen haben. HDIT ist unkompliziert, ohne Risiken oder Nebenwirkungen. Die Behandlungen dauern ca. 20 Minuten. In der Regel sind 3-6 x Behandlungen ausreichend.
Folgende Erkrankungen können erfolgreich behandelt werden:
Wirbelsäulenbeschwerden (Zervikal-, Lumbal-Syndrome), degenerative Gelenkbeschwerden (Arthrose), Myofasciale Schmerzsyndrome, Sportverletzungen, Sehnenreizungen (Epicondylitis).
Technische Daten: Energieform Induktionsfeld, Pulsdauer: 400 µs, Magnetfeld Intensität: 3.1 Tesla, Maximaler Energieverbrauch: 2.5 kVA, Pulsfrequenz: 10–100 Hz.
FETTABNEHMSPRITZE
Warum Fettabnehmspritzen in der Orthopädie?
Übergewicht belastet Gelenke, Bandscheiben und Sehnen erheblich. Die aktuellen Fettabnehmspritzen bieten eine medizinisch begleitete Gewichtsreduktion und entlasten so den gesamten Bewegungsapparat.
Vorteile für orthopädische Patienten:
Reduzierte Gelenkbelastung (Knie, Hüfte, Fuß, Wirbelsäule), weniger Entzündungsaktivität. Verbesserung von Arthrose-bedingten Beschwerden. Vorbereitung vor Gelenkoperationen (geringeres Risiko).
Für wen ist die Fettabnehmspritze geeignet?
Patienten mit orthopädischen Schmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit oder Gelenkproblemen.
Erwartbare Effekte: Schmerzreduktion schon nach wenigen Wochen, verbesserte Mobilität, höhere Trainingsfähigkeit sowie geringere Belastungsschmerzen im Alltag.


STAMMZELLENTHERAPIE
In der modernen Orthopädie gewinnt die Stammzellentherapie (SZT) zunehmend an Bedeutung. Immer mehr Patienten suchen nach Möglichkeiten, Gelenkbeschwerden effektiv zu behandeln, ohne sich sofort einer Operation unterziehen zu müssen. Genau hier setzt die Stammzellentherapie an: ein innovativer Ansatz, der die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers gezielt aktiviert. Die Behandlung nutzt körpereigene Stammzellen aus dem Bauchfettgewebe um geschädigte Gelenke zu regenerieren, Entzündungen zu reduzieren, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit langfristig zu verbessern. Gerade bei Verschleißerkrankungen (Arthrose) ist diese innovative Methode eine schonende und nachhaltige Alternative zur Operation!
Stammzellen sind Zellen, die sich selbst erneuern und zu verschiedenen Zelltypen entwickeln können.Es gibt verschiedene Arten, z. B.: Embryonale Stammzellen (pluripotent – können fast alle Zelltypen bilden), Adipöse Stammzellen (Fettgewebe-Stammzellen = adipose-derived stem cells = ADSC) und Induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) – künstlich reprogrammierte Körperzellen. Adipöse Stammzellen aus dem Fettgewebe (z. B. Bauch, Oberschenkel) sind: besonders leicht verfügbar (über Liposuktion), reichlich vorhanden (viel mehr als im Knochenmark) und sind multipotent → können sich zu verschiedenen Zelltypen entwickeln: Fett-, Muskel-, Knochen-, Knorpel-, Gefäß- oder Hautzellen.
Fettstammzellen schütten – wie alle Stammzellen – winzige Exosomen aus. Diese enthalten: Wachstumsfaktoren (z. B. VEGF, TGF-β, FGF), Mikro-RNAs, die Zellprozesse steuern sowie entzündungshemmende Signalstoffe. Exosomen sind winzige extrazelluläre Vesikel (30–150 nm groß), die von fast allen Zellen, auch von Stammzellen, freigesetzt werden. Sie enthalten biologisch aktive Moleküle wie Proteine – Lipide – mRNA und microRNA. Diese kleinen „Kommunikationspakete“ transportieren Informationen zwischen Zellen – eine Art biologischer Kurierdienst. Sie regen das Zellwachstum, Zellreparatur und Entzündungshemmung an und wirken immunmodulierend (also regulierend auf das Immunsystem).
